Meilenstein an der Nooröffnung: Betondeckel für neues Durchlassbauwerk wird gegossen

Auf der Baustelle der Nooröffnung ist ein weiterer wichtiger Baufortschritt erreicht: Heute wurde der Betondeckel des neuen Durchlassbauwerks gegossen. Mit diesem Meilenstein nimmt das zentrale Bauwerk, das künftig den Wasseraustausch zwischen Windebyer Noor und Ostsee regelt, weiter Gestalt an.

Der Betondeckel bildet künftig die Grundlage für die Fahrbahn des Steindamms. Mit einer Stärke von bis zu 1,40 Metern ist er so ausgelegt, dass er dauerhaft den Verkehr mit Fahrzeugen bis zu 40 Tonnen aufnehmen kann. Gleichzeitig werden bereits jetzt Leerrohre integriert, in denen künftig sämtliche Versorgungsleitungen untergebracht werden.

Das neue Durchlassbauwerk ist rund 45 Meter lang und verfügt – wie das historische Bauwerk aus dem Jahr 1874 – über einen Durchlass mit einer Breite und Höhe von jeweils drei Metern. Für die Gründung wurden Spundwände bis in eine Tiefe von 8,5 Metern eingebracht. Insgesamt wurden bislang rund 1.000 Tonnen Stahl für die Spundwände, weitere 1.000 Tonnen Bewehrungsstahl sowie etwa 2.200 Tonnen Beton verbaut. Ergänzt wird das Bauwerk durch drei neu errichtete Steuerräume, in denen künftig die technische Infrastruktur untergebracht wird.

Ein weiterer wesentlicher Baustein des Projekts ist der Gewässerschutz: Künftig wird das Regenwasser aus der Stadt zunächst in einer Regenwasserreinigungsanlage behandelt, bevor es gereinigt in das Durchlassbauwerk und damit in das Gewässersystem eingeleitet wird.

Die Bauarbeiten für das neue Durchlassbauwerk begannen im November 2024. Die Fertigstellung des Bauwerks ist weiterhin planmäßig für Dezember 2026 vorgesehen. Hier geht es zur Bildergalerie.

In den kommenden Monaten stehen unter anderem die Umverlegung der Versorgungsleitungen, die Fertigstellung des Damms an der Hafenspitze sowie das Einsetzen der neuen Stemmtore an. Zum Jahreswechsel wird die Verkehrsführung voraussichtlich vorübergehend über die Langebrückstraße umgeleitet. Dadurch können die Arbeiten im Bereich des Steindammplatzes sowie am westlichen Kanalabschnitt in Richtung Wasserfläche fortgesetzt werden.

Mit dem heutigen Betonguss ist ein weiterer sichtbarer Meilenstein erreicht. Er markiert den erfolgreichen Baufortschritt eines Projekts, das künftig sowohl den Wasserhaushalt am Windebyer Noor als auch den Hochwasser- und Gewässerschutz in Eckernförde nachhaltig verbessern wird.